Donnerstag, 1. Februar 2018

Neue Diätbücher und Rezepte Teil 1: Die Sirtuin-Diät

Das Original "The Sirtfood Diet" kommt wie so vieles in der Richtung aus Großbritannien. Aidan Goggins und Glen Matten sind Ernährungswissenschaftler und wollen mit diesem Ansatz Gesundheit und Genuss fördern. Durch die so genannten Sirtuine werden Fettverbrennungsenzyme im Körper angeregt. Enthalten sind sie vor allem in folgenden Lebensmitteln: Bird Eyer Chilis (die fiesen kleinen echt scharfen!), Buchweizen, Kapern, Sellerie, Kakao, Kaffee, Olivenöl extra vergine, Grüner Tee (v.a. Matcha), Grünkohl, Liebstöckel, Medjool-Datteln, Petersilie, roter Chicorée, rote Zwiebeln, Rotwein (!), Rucola, Soja, Erdbeeren, Kurkuma und in Walnüssen.

Besonders effektiv soll der grüne Sirtfoodsaft sein (siehe links), er besteht (1 Portion) aus:

2 große Handvoll (75 g) Grünkohl
1 große Handvoll (30 g) Rucola
5 g glatte Petersilie
5 g Liebstöckel (optional)
2-3 große Stängel Stangensellerie (einschl. Blätter)
1/2 mittelgroßer grüner Apfel
1-2 cm frischer Ingwer
Saft von 1/2 Zitrone
1/2 gestr. TL Matchapulver

Erst das ganze Grünzeug in der Entsafter, dann Sellerie und den Rest dazu, zum Schluss wird das Matchapulver erst angerührt und untergerührt.


In der ersten Phase der Diät trinkt man dreimal am Tag nur diesen Saft und isst eine Mahlzeit wie "Gebackener Kurkuma-Lachs mit würzigem Stangensellerie" oder "Orientalisch gewürzte Kichererbsen mit Butternut-Kürbis, Datten und Walnüssen". Im Prinzip werden in jedem Gericht des Kochbuchs möglichst viele Sirtfoods untergebracht. That's it.

Phase 1 ist allerdings echt heftig und eigentlich eine Fastenkur, da man meines Erachtens nicht mehr als 500 Kalorien pro Tag zu sich nimmt. Die Rezepte schmecken aber durch die vielen Gewürze und die Schärfe allesamt sicher gut. Besonders aufwändig sind sie auch nicht.

Ich habe selber ein Sirtfood-Gericht kreiert: Ihr seht hier mit Grünkohl und Räuchertofu gefüllte Riesenchampigons mit Chili-Schwarzwurzel-Stampf, Grünkohlchips und Petersilien-Sößchen.



Fazit: wer die Trenddiät ausprobieren will, ist mit dem Buch gut beraten, die Rezepte lassen sich auch in den "normalen" Kochalltag gut einbauen. Leider fehlen Fotos komplett.

Aidan Goggins, Glen Matten:
Die Sirtuin-Diät. Das Kochbuch
Über 100 Rezepte für einen schlanken Körper
Goldmann, 318 Seiten, 11,- €













Ein Exemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.



Montag, 29. Januar 2018

Neues Lieblingsgemüse: Grünkohl gebraten, als Chips und als Dip

In Bayern ist dieses wunderbare Gemüse bisher ja leider nicht weit verbreitet. Deshalb musste ich vergangenen Samstag einen Hilferuf auf Facebook posten und konnte tatsächlich noch durch den Tipps eines Freundes am Nachmittag eine riesen Menge einheimsen: ein Gemüsehändler aus Winzer (Herr Köstlmeier, vielen Dank nochmals!) hat mir auch noch nach Ladenschluss geholfen.

Eigentlich wollte ich ihn "nur" zu einem super gesunden Saft verarbeiten (mehr dazu in einem der nächsten Beiträge zum Thema neue Diätbücher), dann fiel mir in der Wochenendbeilage der Mittelbayerischen Zeitung aber auch noch diese tolle Rezeptidee in die Hände:

Grünkohl gebraten mit würzigen Champignons und Zitronen-Beurre-Blanc



Das Rezept, beziehungsweise die Rezepte stammen von Sternekoch Thomas Kellermann, dementsprechend lang war ich dann beschäftigt. Aber es hat sich gelohnt und war wirklich wahnsinnig gut. Die Granatapfelkerne und das Sößchen waren eine Zugabe von mir.

Und hier der Link zu den Rezepten: Klick


Freitag, 26. Januar 2018

Eine Kochschule und ein Rezept: zarte Hähnchenschnitzel aus "cook. better." (Sieveking)

Vorab muss man einmal sehr lobend erwähnen, dass alles, was aus dem Münchner Sieveking Verlag kommt, einfach auch haptisch und Layout-technisch wunderschön gestaltet ist. Was Ihr wahrscheinlich auf dem unten stehenden Cover-Foto nicht erkennen könnt: Das Schwarz ist in sich gemustert und ganz dezent ist ein Messer links platziert.

Und es ist "kein Kochbuch. Das ist ein Buch über das Kochen. Denn das Geheimnis von großartigem Essen liegt in der Art es zuzubereiten. Ganz einfach." - heißt es auf dem Buchrücken. Die Verfasser Nikki Werner und Brandon de Kock leben in Südafrika und sind "Gastro-Gelehrte", wie sie KAte Wilson im Vorwort bezeichnet. Sie haben ein tiefe Leidenschaft für wunderschöne Zutaten und authentische Zubereitungstechniken. Nikki Werner hat schon als Redakteurin für diverse Foodmagazine gearbeitet und sind auf ihren Reisen durch die ganze Welt bei den besten Köchen eingekehrt.





Im Buch teilen sie mit den Lesern Tipps, Tricks und Techniken, wobei es nicht um ambitionierte Rezepte und ungewöhnlichen Zutaten, die man verwenden sollte, geht, sondern darum, was man mit ihnen macht. Es ist gedacht für alle, die kochen lernen, ihre Kochkünste verbessern oder ihr Verständnis von Essen vertiefen wollen.


Bevor es in 15 Kapiteln um Zutaten, Beschaffenheit und Zubereitungsmethoden wie " Knoblauch", "Gemüse", "Geschmack", "Zartheit" oder "Béchamelsauce" geht, werden erst einmal Basics wie Salz, Umami, Kräuter oder Parmesan und Karamellisieren abgehandelt. Es geht um einfache Lebensmittel und Gerichte, die perfekt zubereitet werden: Tomatensauce, Bolognese, Buttermöhren, Rahmspinat, Käsemaccaroni, Lammkoteletts, Ofenkartoffeln oder - wie hier ausprobiert zarte 3-Minuten-Hähnchenschnitzel. Alles wird detailliert und teilweise mit Skizzen sehr anschaulich erklärt: Wie man Zwiebeln schneidet, wie man die Hühnerbrüste zerteilt und klopft oder den perfekten Salat mit Pinienkernen zubereitet.



Das Geheimnis hier ist, dass man die Fleischstücke halbiert und so klopft, dass sie gleichmäßig dünn werden. Sie werden dann in einer sehr heißen Pfanne ganz schnell von beiden Seiten gebraten, bleiben dadurch zart und saftig. Bei mir gab es dazu noch eine Champignonsauce, Zweierlei von der Pastinake (eine Püree und geröstete Streifen aus dem Ofen) und Rote-Bete-Chips.

Bon appétit!



Nikki Werner & Brandon de Kock
cook. better.

Fotografien von Craig Fraser
Übersetzt von Aggi Becker

19,7 x 25,5 cm | 200 Seiten | 129 Abbildungen
Hardcover
€ 32,- [D]

ISBN 978-3-944874-70-8 (Deutsch)
ISBN 978-3-944874-71-5 (Englisch)



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Dienstag, 16. Januar 2018

Vegan ins neue Jahr - ein Rezept: Rote Bete, lila Kartoffelchips, Karottengröstl und Cashew-Petersilien-Pesto

Hallo Ihr Lieben, hier ist es kurzzeitig etwas still geworden, da ich am 8. Januar ein neues Blog-Projekt gestartet habe: erbsenkeonigin.de, ein Online-Magazin für Hochsensible. Aber jetzt geht's wieder mit viel Energie weiter. Auch im neuen Jahr werde ich euch mit neuen gesunden Rezepten und Kochbuchvorstellungen versorgen.

Wenn es so kalt ist, experimentiere ich gern mit Knusper aus dem Ofen, weil vieles Wintergemüse dann einfach intensiver schmeckt. Diese Kreation hat alles: die fruchtige Süße der Rote Bete, viel Crunch und eine cremige grüne Sauce als Dip.



Und das braucht man (für 2 Personen als Vorspeise, bei mehr Hunger alles verdoppeln)


  • 1 Rote-Bete-Knolle (geschält und vorgekocht)
  • 4 mittelgroße Karotten
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • eine Handvoll Cashewkerne (in Wasser einweichen etwa eine Stunde)
  • 6 kleine lila Kartoffeln
  • Öl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Saft einer Limette


Und so geht’s

  • Backofen auf 220 Grad Umluft vorheizen
  • Rote Bete in dünne Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen, Kartoffeln waschen, ebenfalls in Scheiben schneiden, Karotten mit dem Sparschäler in sehr dünne Streifen hobeln, alles mit Öl vermischen und salzen und pfeffern. Im Ofen auf einem Blech knusprig braten, die Betescheiben nur kurz rösten.
  • Dip herstellen aus den eingeweichten Cashewkernen, der Petersilie (Stiele können mit!), Öl, Salz, Pfeffer und Zitronensaft, alles in einem hohen Rührgefäß glatt pürieren, eventuell mit etwas Zucker abschmecken.
  • Betescheiben auf zwei Tellern anrichten, darauf kommen erst die Karotten, dann die Kartoffeln, dazu das Pesto servieren! 



Das könnte dich auch interessieren:

Rezept für Rübengemüse aus dem Ofen:

Rote Bete mit Orangen-Kichererbsenpüree nach Stevan Paul



Montag, 18. Dezember 2017

Last Minute Geschenk-Tipp: Brunos Küchenkalender 2018

Bruno ist Chef de police in Martin Walkers literarischen Périgord-Krimis, dieses Jahr ist bereits Band 8 erschienen: "Grand Prix" (Diogenes). Der Autor ist geborener Schotte, Historiker, politischer Journalist und wohnt mit seiner Familie im realen Leben in Le Bugue. Seine Kriminalfälle bettet Walker immer in die realen historischen und geografischen Gegebenheiten dieses typischen französischen Landstriches ein.



In "Grand Prix" geht es um eine Oldtimer-Ralley, die zwei besessene Sammle nach Saint-Denis spült, die auf der Jagd nach dem begehrtesten und wertvollsten Auto aller Zeiten sind: dem Bugatti Type 57 SC Atlantiv, von dem weltweit nur vier Exemplare gebaut wurden. 

Wie schon in den sieben Bänden vorher muss Bruno dabei wieder allerlei amouröse Abenteuer bestreiten, kümmert sich um seine Ex-Geliebte(n), seinen Hund und sein Pferd. Sehr wichtig sind immer auch Wein und Essen, wobei in "Grand Prix" fast zu wenig in dieser Richtung zu lesen ist. Bruno kocht bodenständig, saisonal und trotzdem raffiniert. Man glaubt, seine Gerichte schier riechen zu können.



Seit ein paar Jahren gibt es auch einen dazu passenden kulinarischen Kalender: ein schönes Geschenk für Frankreich- und alle Liebhaber guter Küche. Jahrgang 2018 bietet Rezepte und Gerichte wie "Jakobsmuscheln mit Petersilie und Knoblauch", "Kaninchen mit Backpflaumen" oder "Quiche nach Art des Périgord". Dazu gibt es wunderbare Bilder der Gerichte, von Gemüse und Kräutern sowie der eindrucksvollen Landschaft. 

Bon appétit!

Montag, 11. Dezember 2017

Veganes Originalrezept: Winter-Rollen aus Blaukraut

Ein komplett selbst kreiertes Rezept für die Winter- und Festtagszeit, denn wir wollen nicht alle einen Braten auf dem Teller oder? Inspiriert von meiner Gemüsekiste, die jetzt wieder wöchentlich bei mir eintrudelt...



„Kraut füllt die Haut, schwächet die Bein, macht die Wangen klein“, hat meine Oma mir schon erzählt. Hah, lang ist’s her. Das rötlich bis lilafarbene Blaukraut, norddeutsch Rotkraut oder Rotkohl, ist den ganzen Winter über frisch erhältlich und sehr vielseitig verwendbar: klassisch mit Rotwein und vielen Gewürzen verkocht (schmeckt am besten drei Tage nach dem ersten Kochen!) oder roh als Salat (in dünne Scheiben schneiden, mit Salz verkneten, wie einen Salat gut würzen, beziehungsweise anmachen und mindestens ein Nacht ziehen lassen!). Gesund ist es natürlich auch ohne Ende, das merkt man ja schon an der intensiven Farbe: es hat kaum Kalorien, bereits 200 g des Gemüses decken mit 100 mg den Tagesbedarf an Vitamin C, außerdem stecken 400 Prozent der von Experten empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K drin. Es ist reich an Selen, Magnesium und Kalium. Auch sein hoher Gehalt an Ballaststoffen spricht für das Blaukraut, es hält also lange satt und bringt die Verdauung auf Trab.


Dieses Rezept ist etwas aufwändig, aber die Mühe lohnt sich. Und vegan ist es auch noch!



Und das braucht man (für 2 Personen und jeweils zwei dicke Rollen):

  • 4 möglichst große, unverletzte Blaukrautblätter
  • 100 g Blattspinat (frisch oder TK, der Frische fällt sehr zusammen, also viel kaufen)
  • 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Räuchertofu
  • eine Handvoll Cashewkerne, ganz edel Pinienkerne
  • eine Karotte, in Stifte geschnitten
  • Öl, Salz, Sojasauce, Pfeffer aus der Mühle, etwas Muskat


Und so geht’s:

  • Die Blaukrautblätter in reichlich gesalzenem Wasser ca. 5 Minuten blanchieren, dann aus dem Wasser nehmen und mit Küchenpapier abtupfen.
  • Knoblauch und Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in heißem Öl anbraten, Karottenstifte dazu geben und mit anbraten, zum Schluss den Spinat zugeben und kräftig mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und Muskat abschmecken (etwa zehn Minuten köcheln lassen, bei Bedarf etwas Wein oder Brühe zugießen).
  • In zwei anderen Pfännchen den klein gewürfelten Räuchertofu und die Nüsse anbraten.
  • Das Ganze mischen und in die Blaukrautblätter füllen, die wie Reispapier bei Sommer-Rollen behandelt werden.

Auf dem Foto serviert mit etwas Guacamole und Granatapfelkernen

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Helmuts Kolumne: das ultimative Tomatensaucen-Rezept und Hähnchen aus dem Ofen

Heute ist wieder mein Kochkumpel aus der Küchenschlacht, Helmut Ketteniß, zu Gast bei FRANZ. Es gibt ein wunderbares Rezept für eine Tomatensauce à la Miracoli, mit der man dann in einer Variation Hähnchenbrust überbackt. Da werden bei mir ja schlagartig Kindheitserinnerungen wach. Das war, glaube ich, eines der ersten (Fertig-)"Gerichte", die ich selber kochen konnte. Spaghetti kochen, Tomatenmark und Wasser ins Töpfchen, dann diese herrliche Gewürzmischung dazu. Die steckte wahrscheinlich damals noch voll Glutamat, machte irgendwie süchtig. Wir mussten uns zu viert immer die 2-3-Personen-Packung teilen. Die hab' ich während meiner Schwangerschaft dann mal ganz allein gegessen.

Aber zurück in die Gegenwart und zu Helmut. Hier ist die Zutatenliste für die Sauce:


Und so geht's:


  • Zwiebel und Knoblauch hacken und in Öl (Helmut nimmt einen Wok) anschwitzen, mit etwas Tomatenmark anreichern (nicht die ganze Tube!) und mit etwas Rotwein und dem Fond ablöschen
  • Eine Dose Tomatensauce dazu geben, wer mag auch etwas stückige Tomaten aus dem Glas
  • Mit Ajvar, Zucker, Zitronensaft, den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen und etwas einköcheln lassen



Das ist das Grundrezept, für die überbackenen Hähnchenbrust wird die Sauce noch mit Sahne und etwas Speisestärke angedickt, eingekocht und in einer ofenfesten Form über das Fleisch gegeben, alles mit Mozzarella-Scheiben abdecken und für 15 bis 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben (220 Grad, evtl. die Grillfunktion aktivieren, um den Käse gut goldbrauch zu gratinieren).

Dazu gibt es Kartoffeln und Salat.

Bon appétit!