Montag, 18. Juni 2018

1 von 100 Gerichten, die du gegessen haben musst, bevor du den Löffel abgibst



Hallo, Ihr Lieben! Stellt euch vor, dieses tolle Kochbuch, erschienen im Christian Verlag, habe ich gewonnen. Und sogar ein Widmung der Autorin Annette Sandner ist vorne drin. Knaller. Das Konzept und die Idee gefallen mir sehr gut: es geht los mit eher klassischen Rezepten der internationalen Küche wie "Eggs Benedict", einem klassischen Caesar Salad, "Tapas", Pommes, Currywurst, Minestrone oder Roastbeef mit Remoulade. Auch das klassische Wiener Schnitzel, Ossobucco und Pizza fehlen nicht. Dann wird es etwas waghalsiger mit Gerichten wie der Pokébowl, die ich euch heute vorstelle, Seidentofu, Jakobsmuscheln, einem Lotuswurzel-Salat oder Ceviche vom Wolfsbarsch. In diese Abteilung könnte ich mich sprichwörtlich reinlegen: frisch, asiatisch und authentisch.

"Für Gourmets - für alle, die von Luxus träumen" - das sind Gerichte wie Carpaccio vom Koberind, Kaviar und Blinis, Hummer Thermidor, Wachtelspiegeleier oder Morcheln mit Spargel und Nussbutter. Zum Schluss gibt es noch zwei Kapitel für Mutige, Abenteurer und Unerschrockene, die nicht so alltäglich sind, sagen wir mal so: Seeigel, Kaktusblätter, Schwertmuscheln, Froschschenkel, Haggis oder gar scharfe Hühnerfüße und Krokodilpopcorn. Da muss man schon die Zähne zusammenbeißen bei so manchem Vorschlag. Aber warum nicht? Schließlich geht es um eine Art kulinarische Bucketlist, die man durcharbeiten kann, aber nicht muss.

Die Fotos sind auch toll, und Autorin Annette Sandner setzt immer ein kleiner informatives Geschichtchen vor jedes Rezept. Sie ist in der Gastronomie aufgewachsen und ist so schon als Kind mit Rezepten und Kochen in Berührung gekommen. Nach sechs Jahren Erfahrung im Online-Marketing hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Jetzt arbeitet sie als Foodfotografin, Rezeptentwicklerin und betreibt den erfolgreichen Blog "culinary pixel". Und jetzt wir angekündigt ein Rezept aus dem Buch:

Pokébowl mit frischem Thunfisch, Mango und (Fava-)Bohnen


Und das braucht man (für 4 Personen)


  • 250 g Rundkornreis (Basmati geht auch, finde ich)
  • 1 EL Sushi-Essig
  • Salz, 1 EL Zitronensaft
  • 12 Fava-Bohnen-Schoten (konnte ich nirgends finden, deshalb grüne Schnippelbohnen)
  • 400 g frischer Thunfisch (Sushi-Qualität)
  • 2 kleine Mangos

Für das Dressing:


  • 6 EL Sesamöl
  • 6 EL Sojasauce
  • 1 EL Honig (hab' Ahornsirup verwendet)

Deko


  • 4 EL Sesamsaat
  • 1 Blatt geröstete Nori-Alge, in dünne Streifen geschnitten
  • abgeriebene Schale von einer Zitrone (unbehandelt, Bio)




Und so geht's:


  • Reis bissfest garen, abkühlen lassen und mit Sushi-Essig, Salz und Zitronensaft abschmecken.
  • Bohnen putzen, in drei Zentimeter lange Streifen schnippeln und ca. 4 Minuten in kochendem Salzwasser bissfest garen, sofort mit eiskaltem Wasser abschrecken, damit sie die Farbe behalten
  • Thunfisch und Mangos würfeln, die Fischstücke in Sesam wälzen, ich hab sie außerdem ganz kurz angebraten...
  • Für das Dressing Öl, Sojasauce und Ahornsirup gut vermischen


Reis in Schalen füllen, Thunfisch, Mango und Bohnen darauf anrichten und mit dem Dressing, Zitronenschale, Algen und Sesam servieren

Bon appétit!

Dienstag, 15. Mai 2018

Ein Kochbuch, zwei Rezepte: 6 Jahreszeiten. Das andere Gemüse-Kochbuch

Der Titel hat mich sofort angesprochen: 6 statt 4 Jahreszeiten? Das kann nur interessant sein oder?  Der amerikanische Koch und Gastronom Joshua McFadden zeigt, wie man die Erntezeit von Obst und Gemüse noch effizienter nutzen kann. Er fügt der traditionellen saisonalen Küche noch Früh- und Spätsommer hinzu, was Sinn macht, denn nie gibt es eine größere Fülle an Früchten und Arten. (Riva Verlag, 400 Seiten)

Vorab erzählt er seine Geschichte: wie er zum Kochen gekommen ist. Mitautorin Martha Holmberg schreibt über das Würzen. Anschließend gibt es noch wertvolle Tipps für die Vorratshaltung und zahlreiche Ratschläge für das Einkaufen und Kochen ganz allgemein: Konsistenzen, Experimentieren, Organisation oder Garzeiten. Das Buch ist also auch für Kocheinsteiger bestens geeignet. Die meisten Rezepte sind vegetarisch, passen aber immer gut zu Fisch und Fleisch, sie sind kreativ, unkompliziert und trotzdem raffiniert. Aufgemacht ist das Buch auch sehr ansprechend, kleine Zeichnungen der Gemüsesorten findet man auch nicht so oft.

Sofort fasziniert hat mich das Rösten von Radieschen und anderen Rettichen, die ich bisher nur als Rohgemüse kannte. Neu entdeckt habe ich durch das Buch auch Erbsen, die ich aus meiner Kindheit nur als lieblose verkochte Beilage kenne. Deshalb gleich zwei Rezepte für euch.



Geröstete Rettiche mit brauner Butter, Chili und Honig


Und das braucht man (für 2 Personen):


  • 2 Bund frische Rettiche, geputzt, gewaschen, große Exemplare halbiert (Blattgrün kann mit verwendet werden!)
  • natives Olivenöl extra
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • getrocknete Chiliflocken
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Rotweinessig
  • 2 EL Honig (oder alternativ Agaven- oder Ahornsirup)

Und so geht's:

  • Ofen auf 190 Grad vorheizen
  • Blattgrün (nur ganz Frisches) gründlich waschen, trocken schleudern und klein schneiden
  • Olivenöl in einer feuerfesten Pfanne erhitzen und die Rettiche mit der Schnittfläche nach unten etwa 3 Minuten rösten, bis sie leicht gebräunt sind
  • Pfanne in den Ofen stellen und 10 Minuten braten, bis sie schön braun sind und anfangen weich zu werden
  • Rettichgrün dazu geben, nochmals 5 Minuten weiter garen, bis das Grün zusammengefallen ist
  • Pfanne aus dem Ofen nehmen und bei niedriger Hitze auf den Ofen stellen, Vorsicht! Der Griff ist jetzt heiß!
  • Alles gut mit Pfeffer, 1/2 TL Chiliflocken würzen, Butter dazu geben und 2-3 Minuten braten, bis die Butter nussartig duftet und leicht braun ist
  • Mit dem Essig ablöschen, umrühren, Honig einrühren und nochmals abschmecken. 
  • Warm servieren!


Salsa verde mit frischen Erbsen und eingelegten Möhren


Und das braucht man (für 2 bis 4 Portionen):

  • 1 kg frische Erbsen in der Schote, ergibt ausgenommen etwa 300 g
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 kleiner Bund glatte Petersilie
  • 1 Handvoll Minzblätter, fein geschnitten
  • 125 g Möhren, dünn geschnitten und eingelegt, gekauft oder selbst gemacht (ich hab meine Stifte einfach angebraten und mir etwas Essig abgelöscht)
  • 3 Frühlingszwiebeln, Geputzt und in feiner Ringe geschnitten
  • 1 Zitrone
  • 2 EL Kapern, abgespült und fein gehackt
  • Olivenöl

Und so geht's:

  • Wasser ein einem Topf zum Kochen bringen und so viel Salz hinzufügem, bis es nach Meerwasser schmeckt, Erbsen darin ca. 30 Sekunden blanchieren, größere 1 Minute, abgießen und sofort mit eiskaltem Wasser abschrecken, damit sie die Farbe behalten, abgießen und trocknen lassen
  • Petersilienblätter und eine Teil der Stile fein schneiden, zusammen mit der Minze in eine Schüssel geben, Frühlingszwiebeln, Möhren und Erbsen untermischen
  • mit den Kapern, Zitronenschale, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken, Olivenöl dazu geben (8 EL oder weniger), alles mischen und etwas im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren noch mit Zitronensaft verfeinern und gegebenenfalls nochmals nachwürzen


Weitere Rezeptbeispiele:

  • Artischocken-Emmer-Salat und Kräutern
  • Erbsentoast
  • geröstete Radieschen mit Datteln, Äpfeln und Blattgrün
  • Salat aus grünem Spargel, Brotkrumen, Walnüssen und Minze
  • Gerösteter Fenchel mit Äpfeln, Taleggio und Mandeln
  • Sellerie-Apfel-Erdnuss-Salat
  • Salat aus gerösteter Bete, Zitrusfrüchten und Oliven mit Meerrettich
  • Knusprige Pilze mit Kräutermayonaise
Ein Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, danke!

Freitag, 27. April 2018

Tütensuppenglück: ein Buchtipp

Huijuijui, da hat die britische Autorin Kristen Bailey aber allerhand in ihre 448 Seiten gepackt: Juliet ist als 20-Jährige ungewollt schwanger geworden (Kondom geplatzt) von einem Mitstudenten, der sie eigentlich nur über den Ex hinweg trösten sollte. Nachgelegt wurde kurze Zeit später mit Zwillingen und dann nochmal mit einem kleinen rothaarigen Mädchen (aus Faulheit, keiner von beiden wollte ein Kondom holen...). Jools, wie sie auch genannt wird, wurde auch noch mit zehn Jahren von ihrer Mutter verlassen, was sie und ihre beiden jüngeren Brüder bis jetzt nicht wirklich verkraftet haben... Darüber wird aber - wie über so vieles andere - nicht geredet.

Ihre italienische Schwiegermutter Gia ist auch nicht glücklich mit der Ehe ihres geliebten Sohnes, der wegen der Großfamilie einen ungeliebten Buchhalterjob ausüben muss. Trotzdem geht es eigentlich gemütlich und lustig in der sechsköpfigen Familie zu - bis Jools eines Morgens in völlig desolatem Zustand (kein BH unterm Shirt, verstrubbeltes Haar etc.) im Supermarkt auf den immer wie aus dem Ei gepellten Fernsehkoch Tommy McCoy trifft, der in seinen Sendungen Einkaufswägen durchforstet und die Menschheit zu gesünderem Essen bekehren will. Prompt findet er auch Fischstäbchen und Fertig-Muffins und will Jools das Besseressen lehren. 

Übermüdet und gestresst wie sie ist, lässt sie sich nicht als Rabenmutter beschimpfen, ihr platzt vor laufender Kamera der Kragen. Mit unvorhersehbaren Konsequenzen: das Video gelangt auf YouTube und wird dort tausende Male angeklickt. Sie erfährt mehr Zuspruch von anderen Müttern als erwartet und wird flugs zu einer Ikone der "normalen" Familienesskultur. Doch der mächtige Geschäftsmann McCoy gönnt ihr die mediale Aufmerksamkeit nicht: er lässt Journalisten für sich arbeiten, streut Verleugnungen, seine Frau überrascht Jools in einer Fernsehsendung  - und schließlich fordert er sie vor laufender Kamera zu einem Kochwettbewerb heraus …

Währenddessen tauchen auch die verschollene Mutter und der Ex wieder auf. Ehemann Matt fühlt sich unverstanden und will den ganzen Rummel nicht. Gia bringt Jools Rezepte bei, ihr Vater, der die drei Kinder allein groß gezogen hat, auch. Das ist wie gesagt sehr viel auf einmal, aber spannend und amüsant zu lesen. Und wer gewinnt? Im Leben und im Fernsehen? Das wird an dieser Stelle natürlich NICHT verraten. Für Mütter und Foodies bestens geeignet das Buch!

Kristen Bailey: Tütensuppenglück
Rowohlt Taschenbuch Verlag
9,99 €, Kindleversion 4,99 €

Ein Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, danke!

Donnerstag, 26. April 2018

Und wo sind ihre Modefotos hin?

...wie Ihr vielleicht schon bemerkt habt, ist FRANZ-allesmitliebe inzwischen zu einem reinen Foodblog geworden. Mit meinen Modefotos bin ich jetzt zu Instagram gezogen. Unter #immer.schick könnt Ihr mich dort finden... Aber hier letzte Frühlingsimpressionen.


Mittwoch, 11. April 2018

Ökokisten-Reste-Kochen: Dattel-Birnen-Chutney mit Halloumi

Ich liebe meine wöchentlich Ökokiste ja heiß und innig, aber manchmal sind so Sachen drin: letztens Datteln und so viele Birnen und Orangen, die nicht alle wurden... Ein Chutney hatte ich vorher noch nie ausprobiert, also habe ich mein ganz eigenes Rezept kreiert, das ich mit euch teilen möchte. 



Datteln bringen hier statt Zucker die Süße ins Spiel, sind noch dazu sehr gesund und werden zurzeit sogar als Superfood gehypt. Wenn Ihr die Wahl habt, kauft die frische Version, die deutlich weniger Kalorien hat als die getrockneten Früchte. Aber auch die liefern viele Nährstoffe: Vitamin B und C, Eisen und Kalium, was gut für Herzgesundheit und Blutdruck ist. Außerdem finden sich Magnesium und Kalzium sowie die Aminosäure Tryptophan in Datteln.


Halloumi oder Grillkäse wie er auch genannt wird gibt es das ganze Jahr über in türkischen Supermärkten, zur Grillsaison auch in deutschen Geschäften, für Vegetarier immer eine gute Alternative bei Grillpartys. Der ursprünglich vor allem aus Schafsmilch hergestellte Käse ähnelt dem Mozzarella, ist aber fester und würziger. Er ist der „Nationalkäse“ Zyperns und ist auch in anderen Mittelmeerländern sehr beliebt. Ich habe ihn in dünne Scheiben geschnitten und in einer Grillpfanne mit etwas Öl von beiden Seiten angebraten. Das Chutney schmeckt aber natürlich auch hervorragend zu hellen Fleischsorten wie Schwein, Hühnchen oder Pute.


Frische bringt ein Salat in das Gericht, da könnt Ihr alles nehmen, was Saison hat, oder was Ihr gerne mögt. Mein Dressing besteht aus Olivenöl, Orangensaft, etwas weißem Balsamico, einem Teelöffel Djonsenf und natürlich Salz und Pfeffer.



Und das braucht man (für zwei mittelgroße Schraubgläser):

  • 3 EL Olivenöl
  • 6 frische Datteln, entkernt und klein geschnitten
  • 3 kleine Birnen, geschält, entkernt und ebenfalls in kleine Stücke geschnitten
  • Saft und Zesten von zwei Orangen
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel, in dünne Streifen geschnitten
  • 200 ml Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer, Zimt, Nelken, je nach Gusto zum Abschmecken, evtl. noch etwas brauner Zucker


Und so geht’s:

  • In einem Topf mit dickem Boden das Öl erhitzen und die Zwiebeln und Dattelstücke karamellisieren lassen, die Birnenstücke dazu geben und anbraten
  • Nach ca. 10 Minuten mit dem Balsamico, Orangenzesten und –saft ablöschen und mindestens 1,5 Stunden einköcheln lassen, eventuell immer wieder etwas Wasser zugeben.
  • Die Konsistenz sollte marmeladig, aber nicht zu dick sein
  • Zum Schluss mit Gewürzen, Salz, Pfeffer und Zucker nach Gusto abschmecken und in saubere Schraubgläser füllen. 
  • Hält im Kühlschrank mindestens 6 Wochen.



Dienstag, 10. April 2018

Neue Liebe: Miso - das Kochbuch und ein Rezept für eine Frühlings-Ramen-Bowl

Das Kochbuch von Claudia Zaltenbach, erschienen im Hädecke Verlag, das ich euch heute vorstellen will, habe ich wie schon vieles auf der Seite der Community "Kochbuchsüchtig" gefunden. Hier dreht sich alles um Miso, die fermentierte Gewürzpaste, die jedem Gericht das gewisse "Umami" verleihen kann. Was das genau ist, wird übrigens unter anderem hier auch sehr gut erklärt, denn der Untertitel lautet "Rezepte - Kultur - Menschen".

Reise- und Food-Bloggerin Claudia Zaltenbach (dinnerumacht.de)lebte Mitte der 80er-Jahre in New York und machte auf einer ihrer kulinarischen Entdeckungsreisen dort Bekanntschaft mit Miso, was im Japanischen so etwas wie "Quelle des Geschmacks" heißt. Ein zweites "Erweckungserlebnis" hatte sie 2013 auf der "Biofach" in Nürnberg - mit einer simplen Tomatensuppe - verfeinert eben mit der fermentierten Sojabohnenpaste. Sie begann zu experimentieren, und jetzt hat sie ein wunderschönes Buch zum Thema veröffentlicht.

Unter anderem werden die verschiedensten Arten von Miso und ihre Verwendungsarten anschaulich erklärt, wie kam es nach Japan, wie ist die Entstehungsgeschichte, wie wird sie hergestellt... Die Theorie wird immer wieder mit schön fotografierten Rezepten unterbrochen. Interviews und Gastrezepte unter anderem von den Spitzenköchen Tanja Grandits, Lucki Maurer, Kudo Chiori oder Tohru Nakamura ergänzen das Ganze. Hervorragendes Miso in Bio-Qualität wird übrigens auch im Schwarzwald hergestellt. Claudia Zaltenbach hat Inhaber Peter Koch, der sich Miso Peter nennt ;-). Ich durfte es probieren und finde es ganz hervorragend: erdig, trotzdem frisch. Es ist direkt auf der Seite im Shop erhältlich: klick



Ich habe für euch natürlich auch ein Rezept ausprobiert:

Frühlings-Rahmen-Bowl

Und das braucht man (für 2 Personen):


  • 200 g getrocknete Ramen (habe ich nur über's Internet bekommen)
  • 100 g Knackerbesen oder Zuckerschoten
  • 250 g grüner Spargel
  • 8 frische Shitake-Pilze
  • 1 TL Butter
  • Salz, Shichimi Togarashi (japanische Gewürzmischung)
  • 600 ml gute Gemüsebrühe
  • 3 EL Shinshu Miso oder Shiro Miso
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Ei (Veganer lassen es natürlich weg...), 4 Minuten gekocht
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1/2 Bund frischer Koriander oder Dill
  • 1 Limette in Scheiben geschnitten




Und so geht's:


  • Ramennudeln nach Packungsanweisung kochen, durch ein Sieb abgießen, Sieb mit der Hand mehrmals schütteln, Nudeln auf zwei Schüsseln verteilen.
  • Knackerbsen oder Zuckerschoten an den Enden trimmen, Fäden entfernen, Spargel waschen und im unteren Drittel schälen. Mit einem Sparschäler in Streifen schneiden.
  • Shitake in Scheiben schneiden, in der Butter anbraten, salzen und mit dem Shichimi würzen.
  • Erbsen in kochendem Salzwasser etwa 2 Minuten blanchieren, dann die Spargelstreifen dazu geben und noch 2 Minuten weitergaren, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.
  • Gemüsebrühe erhitzen, das Miso und die Sojasauce einrühren.
  • Die heiße Brühe über die Nudeln gießen, an den Rand abschnittsweise Pilz, Spargel, Schoten geben, das Ei pellen, halbieren und je eine Hälfte in die Mitte der Suppe setzen.
  • Mit den Frühlingszwiebeln und Kräutern garnieren, Limettenscheiben dazu reichen.


Bon appétit!



Claudia Zaltenbach: MISO. Rezepte, Kultur, Menschen, 216 Seiten, 198 Fotos, Hardcover mit Prägung und Lesebändchen, Hädecke Verlag, Weil der Stadt, 29,- €

Ein Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Rezepteliste und weitere Infos hier.

Und das ist Lachs auf Pakchoi mit Miso-Tofucreme... Auch lecker!







Mittwoch, 28. März 2018

Das Jahreszeiten-Kochschule - Frühling und ein Rezept für Quarknocken von Richard Rauch

Im Buch heißen sie natürlich nicht Quarknocken, sondern "Topfennockerl mit eingemachtem Bärlauch-Kohlrabi“. Spitzenkoch Richard Rauch, der zusammen mit der Autorin Katharina Seiser die Rezepte dieser Kochschule entwickelt hat, ist nämlich Österreicher. Warum man das Gemüse "eingemacht" nennt, erschließt sich mir auch nicht ganz. Ansonsten ist das ein ganz wunderbares Buch, wenn auch etwas fleischlastig. 

Sommer, Herbst und Winter sind übrigens auch bereits im Brandstätter Verlag erschienen. Unterteilt ist es in Kapitel wie "Erstes Grün: Spinat, Salat & zarte Kräuter", "Spannende Stangen: Spargel" oder "Junges Gemüse: Erbsen, Kohlrabi & Co". Vorangestellt wird immer eine detaillierte Warenkunde mit sehr hübschen Zeichnungen, selbstverständlich gibt es ein Rezeptregister und Grundrezepte, zum Beispiel für eine Gemüsebrühe. Wer regional und saisonal kochen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Spargelliebhaber bekommen verschiedene Saucen vorgestellt, abseits von der ewigen Béchamel... Die Rezepte sind anspruchsvoll, aber gut nachvollziehbar. Ich bin begeistert - eine wahre Fundgrube für frische Frühlingsküche, auf die wir uns gerade alle so freuen. Und hier das Rezept:

Topfennockerl mit eingemachtem Bärlauch-Kohlrabi


Und das braucht man (für 4 Personen):


Für die Topfennockerl:
  • 150 g entrindetes Toastbrot
  • 80 g weiche Butter ·
  • 4 Dotter
  • 250 g Topfen 20'%
  • 1 unbehandelte Zitrone ·
  • Salz, Muskatnuss

Für den eingemachten Kohlrabi:
  • 3 junge Kohlrabi
  • 2 Schalotten
  • 2 EL Butter
  • 1 EL glattes Mehl
  • 250 ml Molke natur
  • 1 unbehandelte Limette
  • 125 ml Obers (Sahne)
  • Salz, Chilipulver
  • je 1 Zweig franz. Estragon, Kerbel, Zitronenverbene
  • 100 g Bärlauch plus evtl. -blüten zum Bestreuen
  • 150 g Naturjoghurt




Und so geht's:


  • Für die Topfennockerlmasse Toastbrot würfeln. Butter und Dotter mit dem Handmixer schaumig
  • rühren. Topfen, Abrieb von ½ Zitrone und Toastbrotwürfel untermengen, mit Salz und Muskat
  • abschmecken und 30 Minuten ziehen lassen.
  • Während die Nockerlmasse zieht, Kohlrabi schälen und in 2–3 mm breite Streifen schneiden. Schalotten schälen und feinwürfelig schneiden. Schalotten in Butter in einem Topf kurz anschwitzen.
  • Mehl dazugeben und mitschwitzen. Mit Molke ablöschen und 1–2 Minuten kochen lassen. Kohlrabi und Limettenabrieb und -saft dazugeben, mit Obers auffüllen. Mit Salz und Chili pulver würzen und den Kohlrabi 2–3 Minuten weich dünsten.
  • Mit 2 feuchten Esslöffeln aus der Topfenmasse Nockerl formen, in Salzwasser ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. Herausheben und abtropfen lassen.
  • Kräuter abzupfen und fein hacken. Bärlauch in 3–4 cm breite Streifen schneiden. Kräuter und Bärlauch mit dem Joghurt unter den Kohlrabi mengen.
  • Kohlrabi anrichten, Nockerl daraufsetzen, mit frisch abgeriebener Schale der restlichen ½ Zitrone
  • bestreuen.


Ich habe noch geröstet Pinienkerne für den Crunch drüber gegeben und mehr Öl als Butter verwendet...

Bon appétit!

Weitere Rezepte im Buch (kleine vegetarische Auswahl):


  • Spargelsalat mit grünen Erdbeeren und Waldsauerklee
  • Spargelcremesuppe mit Zitrusfrüchten und knusprigem Spargel-Tempura
  • Gebackener Spargel mit Räucherlachs und Bärlauch
  • Kohlrabisalat mit Champignons und Mandeln
  • Karfiol mit Kernölschaum und Bröselbutter
  • Kohlrabisteak mit Wermutgelee und Wildkräutersalat
  • Topfenknödel mit Butterbröseln und Weichsel-Rotwein-Kompott
  • Geschmorter Rhabarber mit Ingwer und Schokoladensoufflé
  • Erdbeer-Stanitzel mit Veilchenrahm

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