Dienstag, 2. Dezember 2014

Ein Tag in Berlin - und Adventskalender befüllen

Beruflich mal wieder in der Hauptstadt gewesen und gleich einen Tag dran gehängt. Das war schön. Nach getaner Arbeit am Abend vorher natürlich im Café Obermaier vorbei geschaut, bei alten Bekannten, die früher im selben Restaurant gearbeitet haben wie ich während meine Studienzeit. Pilzstrudel - lecker.
Im Zug hatte ich Okka vom wunderbaren Blog Slomo via Facebook angemailt, ob sie mir Tipps für Läden geben kann, wie man hübsche kleine Sachen zum Befüllen von Adventskalendern findet, und sie hat mir ganz ausführlich geantwortet, was ich schrecklich nett fand. Schließlich bin ich eine Wildfremde für sie. Das liebe ich an den Zeiten von Blogs und Social Networking. Danke nochmals!



Also machte ich mich ziemlich früh auf nach Prenzlauer Berg und kehrte hungrig und ungefrühstückt in die Meierei in der Käthe-Kollwitz-Straße ein. Ein modernes und trotzdem sehr gemütliches Café mit hippem Publikum. Hmmm, Rühreier mit Kürbiskernöl, oben drauf war noch etwas Kürbiskerncrunch. Wunderbar. In Berlin kann man gut vegetarische leben. Überall gibt es interessante Sandwiches, zum Beispiel mit Rote Bete und Schafskäse.






Frisch gestärkt ging's in die Rykestraße, da steht dieser großartige Wasserturm wie ein verwunschenes Märchenschloss, den Laden "Die kleine Gesellschaft" habe ich allerdings verpasst, es war aber sowieso alles noch zu.



Prenzlberg ist nichts für Frühshopper. Viele Menschen waren  noch nicht unterwegs, nur einige Väter in Elternzeit mir ihren Babys. Um 10.30 Uhr öffnete die Schatzinsel in der Marienburger Straße, eine wahre Fundgrube für meine Unternehmung: Adventskalender für den Sohn befüllen.




Es ist seltsam: durch die Danziger und Prenzlauer Allee rauscht der Verkehr achtspurig, dazwischen lässt sich's ruhig und angenehm leben, glaube ich. Es macht auf alle Fälle den Eindruck. Total geflaht war ich von all den wunderbaren Blumenläden übrigens, die mit herkömmlichen Floristen hierzulande nicht mehr viel zu tun haben.





Und wo shoppt Ihr so, wenn Ihr in Berlin seid?

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Boris Karloffs Guacamole-Rezept

Das muss baldigst ausprobiert werden: Fundstück aus Facebook heute... Hah.
Ich wünsche ein schönes langes Wochenende!

Macht Ihr mit?

Mittwoch, 17. September 2014

Veggie Day: gebackene Süßkartoffeln mit Pilzfüllung

Eigentlich mag ich ja den Herbst (wenn man verdrängt, dass danach der Winter kommt): die Farben, die klare Luft, abends wieder Kerzen anzünden - und Pilze. Folgendes Rezept aus der vorletzten Brigitte ist ein vegetarisches aus der Kategorie "Schmeckt und begeistert sogar den Mann". Und schön satt macht es auch. Vegan, wenn man die saure Sahne weglässt...



Und das braucht man (für 2 Personen als Hauptgericht):
- 2 große Süßkartoffeln
- Meersalz
- Öl zum Bestreichen

Füllung:
- 300 g gemischte Pilze
- 1 Schalotte
- Öl oder Butterschmalz (im Rezept so, ich nehme nie Butterschmalz) zum Anbraten
- Pfeffer
- 60 g Kidneybohnen, abgetropft und gewaschen
- 2 EL Balsamico
- 1 EL Ahornsirup (oder ähnliche Süße)
- 80 g saure Sahne
- 1 Stängel Basilikum
- etwas Zitronensaft

Uns so geht's:
- Ofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vorheizen, Kartoffeln gründlich waschen, trocken tupfen und mit Öl und Meersalz einreiben, auf ein Backblech legen und ca. 40-50 Minuten backen
- Pilze putzen und je nach Größe halbieren und vierteln, Schalotte würfeln, Öl oder Butterschmalz stark erhitzen und die Pilze scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, Schalotten dazu geben und kurz mitbraten, mit Essig und Sirup ablöschen und die Flüssigkeit ganz einkochen lassen
- Saure Sahne mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken
- Die Kartoffeln halbieren, etwas auseinanderdrücken, mit den Pilzen füllen und mit saurer Sahne servieren, garnieren mit den Basilikumblättchen

Bon appétit!

Mittwoch, 9. Juli 2014

Nudeln ohne Kohlenhydrate: Zucchini-Pasta

Ein ziemlich teures Kochbuch, dessen Anschaffung sich aber wirklich gelohnt hat: "The Green Kitchen", beziehungsweise auf Deutsch "Die grüne Küche" der Blogger David Frenkiel und Luise Vidahl, die mit ihrer süßen Tochter in Stockholm leben. Sie veröffentlichten vor der Erscheinung des Buches ihre oft philosphischen vegetarischen Ideen und Rezepte auf ihrem inzwischen prämierten Blog. Ein gute Freundin meinte zwar nach dem Durchblättern, das sei ihr alles "zu gesund", aber einiges ist das Ausprobieren wert. Ich liebe zum Beispiel abends Pasta, soll aber wegen der Kohlehydrate nicht so gut sein, sagt Doktor Pape von "Schlank im Schlaf" (wollen wir das nicht alle...). Jemand empfahl Nudeln aus Kichererbsen-Mehl, mmh. Extrem pampig-sägespähnemäßiger Geschmack, brrrhhh. Eine Alternative sind diese Zucchini-Nudeln, die man am besten mit einem Julienne-Schneider herstellt. Endlich kommt diese Gerät mal zum Einsatz. Familie Frenkiel-Vidahl isst sie roh, wir braten sie in Olivenöl an. Dazu gabe es eine Sauce aus gebratenen Kräutersaitlingen (auch so eine Entdeckung vom Wochenmarkt, schmecken extrem gut und intensiv für Pilze!), Sardellen und Sahne... Mmmh, hat auch den Nudel-liebenden Mann überzeugt, am Sohn muss ich noch arbeiten ;-)




Donnerstag, 8. Mai 2014

Endlich: Wildlachsfilet mit gebratenem grünen Spargel und Zitronenmelisse-Sößchen

Wie meine Leserinnen und Leser wissen, liebe ich Spargel, vor allem den grünen. Man muss nicht so viel schälen (nur das untere Drittel) und kann ihn wunderbar - ohne Blanchieren - braten. Außerdem, finde ich, dass er nach viel mehr schmeckt als der weiße...

Unsere Zitronenmelisse hat auf dem Balkon überwintert, sich sogar vermehrt und wuchert, daher die Idee mit dem leckeren Sößchen.



Und das bracht man - für 2 Personen als Hauptgericht:
500 g grüner Spargel
2 Wildlachsfilet mit Haut à ca. 200 g.
zwei gute Handvoll Zitronenmelisse
Öl zum Braten und für das Sößchen
etwas weißen Balsamico, etwas geriebenen Parmesan
eine Frühlingszwiebel zur Deko, kann, muss nicht
Salz und Pfeffer

Und so geht's:
Spargel schälen (nur unteres Drittel), die holzigen Enden entfernen. Öl in einer Pfanne hoch erhitzen, Spargel darin ca. 5 Minuten von allen Seiten kräftig anbraten, etwas salzen, hat noch Biss!
Inzwischen mit dem Pürierstab die Melisseblätter, Öl, etwas Essig zu einer Soße verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Parmesan unterrühren
Die Wildlachsfilet salzen und pfeffern und in einer zweiten heißen Pfanne mit wenig Öl zuerst auf der Hautseite ca. drei Minuten anbraten, kurz wenden, fertig, es soll noch glasig sein in der Mitte.

Spargel auf zwei Teller verteilen, den Lachs darauf setzen und mit dem Sößchen verziert servieren, bon appétit!

Donnerstag, 17. April 2014

Simple Detox: das 7-Tage-Entgiftungsprogramm - der Erfahrungsbericht, Teil 2

Hallo, Ihr da draußen, da bin ich wieder nach längerer Pause, um weiter über das Entgiftungsprogramm zu berichten. Am dritten Tag, einem Montag, ging's nach einem Greenie zur Arbeit. Leider war es ein stressiger Tag, und gegen 11 Uhr bin ich vor Entkräftung fast zusammengeklappt. Nach einem kleinen Spaziergang an der frischen Luft und einer großen Portion Suppe ging's wieder...

Aber ab Tag 4 haben wir dann ein Brei-Frühstück eingeführt, was uns sehr gut getan hat. Auch heute - wieder im Alltag angekommen - essen wir diese wohltuende lauwarme Mahlzeit noch desöfteren als gesunden Einstieg in den Tag. Und durch die eiweißreichen Chiasamen hält man locker bis Mittags durch - ohne Hungergefühle.



Und hier das Rezept - für 2 Personen:
200 ml Sojamilch in einem kleinen Topf erhitzen und 6 TL Vollkornhaferflocken oder 5-Kornbrei aus dem Bioladen/Reformhaus zugeben, ca. 5 Minuten quellen lassen, einen geriebenen Apfel, einen Esslöffel eingeweichte Chiasamen und eine Handvoll Himbeeren unterrühren, das Ganze mit einem Esslöffel Leinöl und etwas Zimt servieren. Bei Bedarf - aber erst nach der ersten Detoxwoche - mit Agavensirup oder anderer pflanzlicher Süße würzen.

Das brachte uns gut über die weiteren Tage, vieles Gutes haben wir über diese Woche hinaus hinübergerettet: Dinkelnudeln schmecken gut und sind eine gute Alternative. Überhaupt ist es gar nicht so schwer, ohnen Weizen und Industriezucker zu leben. Sogar der Kaffee morgens schmeckt ohne Zucker.

Ich versuche, ab und zu weiterhin einen Suppentag pro Woche einzulegen, die Rezepte in dem Büchlein sind gut und abwechslungsreich.

Und jetzt bleibt mir nur, euch allen weiterhin einen schönen Frühling und vor allem ein erholsames Osterfest zu wünschen. Nach dem Fest werde ich wieder öfter posten, vor allem Vegetarisches wird wieder auf den Tisch, bzw. den Blog kommen. Bis dahin...

Ach ja, Marion Grillparzer ist auch auf Facebook und berichtet dort über ihre eigenen Erfahrungen mit Detox, man kann ihr dort auch direkt Fragen stellen.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Simple Detox: das 7-Tage-Entgiftungsprogramm - der Erfahrungsbericht, Teil 1

Ich weiß ja nicht, wie's euch geht, aber so kurz nach den Feiertagen, und die dauern bei mir bis rein in den Februar wegen meines Geburtstags, schleichen sich jedes Jahr ein paar Pfündchen auf die Hüften. Und der Alkoholkonsum ist auch mal wieder bedenkenswert. Da fiel mir vor ein paar Wochen das Buch von Marion Grillparzer in die Hände, deren Glyx-Diät-Buch vor einigen Jahren schon mal meine Abnehmbibel war.
Das mach' ich, dachte ich mir, und startete wie vorgeschlagen an einem Wochenende.



Ich will jetzt nicht das ganze Buch runterbeten, das könnt Ihr ja bei Bedarf alles selber nachlesen. Das Wichtigste in Kürze:
- vor dem Aufstehen ein Glas zimmerwarmes Wasser trinken, Brummübung machen (wegen Atmen!)
- als Erstes gibt es dann morgens einen so genannten "Greenie", der alles durchputzen soll: Chicoree, Leinsamen oder Chiasamen (gibt's im Internet!), Gurke, ein Apfel samt Gehäuse, Zitronensaft, Kräuter und grüne Blätter (Feldsalat oder Spinat) und so einges andere werden mit Wasser gemixt und zu einem Getränk verarbeitet,
- dann wird die Zunge abgeschabt und mit einem Esslöffel Öl der Mundraum "gespült", Öl ziehen, nennt sie das
- jeden Tag darf man dann so viel Suppe essen, wie man will. Die Rezepte sind gut, empfohlen wird für die ersten beiden strengen Tage die Witzigmann-Kohlsuppe
- zwischendurch für die gute Darmflora 500g Joghurt täglich, gemixt als Lassi oder mit Korianderpesto, das man auch in die Suppe als Würze geben darf,
- mit Heilerde und Flohsamen wird der der Darm weiter gepampert, außerdem werden Tropfen zur Entlastung von Leber, Niere und Lymphe empfohlen,
- ach ja, und die Bewegung darf natürlich nicht fehlen: eigentlich sollte man morgens gleich mal Trampolin hüpfen oder walken.

Ich startete an einem Samstag, verbrachte den Vormittag fast nur mit Einkaufen und Suppe kochen, bevor ich das Glaubersalz zur Darmentleerung nahm. Danach war Ruhen angesagt. Das Glaubersalz schmeckte furchtbar (in Wasser gelöst) und hat bei mir rein gar nichts bewirkt... Ansonsten ging es mir erstaunlich gut. Der Greenie war mir zu stückig, obwohl ich eine sehr gute Küchenmaschine besitze. Und am nächsten Tag - der zweite aus dem Kühlschrank war noch schlimmer, kaltes rohes Gemüse in Wasser auf leeren Magen, brrr. Ich habe ihn ab dem 5. Tag weggelassen, es war eine Qual für mich. Vielleicht wenn Früchte drin wären, aber das ist nicht erlaubt...
Der Sonntag verlief ganz ähnlich - eigentlich gut, viel ausgeruht, spazieren gegangen, das Buch weiterstudiert, früh ins Bett.

Und wer wissen, will, wie's mir den Rest der Woche im Job damit ging und in den drei weiteren weniger strengen Mini-Detox-Wochen, der möge bitte bald wieder vorbei schauen. So viel sei verraten: meine Waage freut sich über das verlorene Gewicht ;-)