Montag, 13. Juli 2015

Backen mit Christine Bergmayers Buch - Seth's New York Cheesecake mit Johannisbeer-Topping

Backen ist ja bisher so gar nicht mein Ding, aber das Buch "Zeit zum Backen!" hat mir der Südwest Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt, es ist Johannisbeerzeit - und Cheesecake lieben wir alle in unserer Familie. Hier blättern wir durch das ganze Buch, das sehr ansprechend gestaltet ist und alle Teigformen in verschiedenen Kapiteln vorstellt: vom einfachen Mürbeteig über Hefeteig bis zum Biskuit. Weihnachten und "Reisegbäck" sind zwei weitere Kapitel gewidmet. Sehr lustig ist der letzte Teil zum Thema "Pimp your cake" zum Thema Dekorieren.



Christine Bergmayer und ihre Backkünste lernte ich über meine (Teilzeit-)Arbeit bei einem Stadtmagazin kennen. Da gibt es die Rubrik "Wo kommst du her, wo gehtst du hin?" Und das waren die Antworten auf meine Fragen in einer Langversion:

Wo kommst du her, wo gehst du hin?


Christine Bergmayer, alias „Die Zuckerbäckerin“, ist Konditorin aus Leidenschaft. 1999 gründete sie zusammen mit Martin Müller das legendäre „Opera“ in Regensburg, stieg aber 2004 wieder aus. In ihrer Hamburger Backstube kann sie den Ansturm an Tortenbestellungen kaum bewältigen. Seit Jahren gehört sie zu den Besten der Branche und entwickelt als Foodstylistin auch Rezepte für Zeitschriften. Im Herbst 2014 ist ihr erstes Rezeptbuch „Backen!“ im Südwest Verlag erschienen.



Sie haben Ihre Lehre in Regensburg absolviert, sind Sie auch hier geboren?

Geboren bin ich in München. In Regensburg (Lappersdorf) habe ich meine Kindheit verbracht und bin dort zur Schule gegangen. Nach nur einer Bewerbung bekam ich eine Lehrstelle zur Konditorin im Prinzess Café  und konnte dort meine Hände täglich in Schokolade tauchen :-)

Fünf Jahre lang haben Sie zusammen mit Martin Müller die Konditorei Opera geführt. Was hat Sie dann letztendlich so weit weg, nach Hamburg verschlagen?

Als Martin Müller mich 1998 anrief und mir die Idee vom gemeinsamen Café unterbreitete, lebte ich gerade in Hamburg und arbeitete beim Bauer Verlag als Foodstylistin. Nach kurzem Nachdenken und voller Vorfreude auf ein eigenes Café bin ich wieder nach Regensburg gezogen. Da ich sehr reisefreudig bin und gerne neue Ziele habe, machte ich mich nach einigen Jahren wieder auf die Wanderschaft und bin nach Fürstenfeldbruck und London 2007 wieder in meine norddeutsche Lieblingsstadt Hamburg zurückgekehrt. Dort konnte ich an alte Kontakte in den Verlagen anknüpfen und gründete zusätzlich meine Event-Tortenbackstube „Die Zuckerbäckerin".

Wie kommt man mit 17 zum Backen, während die anderen Motorradfahren oder ganz anderen Sachen im Kopf haben?

Nu ja :-) Ich war ein braves Mädchen und in der Küche sehr glücklich (bin es bis heute) - und schon damals wusste man - Liebe geht durch den Magen :-)

Sie waren während Ihrer beruflichen Karriere immer wieder in London, was fasziniert Sie an der Stadt?

London war schon 1991 Liebe auf den ersten Blick :-) Ich lernte dort viele tolle Menschen, Konditoren aus aller Welt und Freunde fürs Leben kennen. Wir treffen uns dort heute noch immer mal wieder. Beruflich lasse ich mich dort gerne in den vielen Cafés und Backstuben inspirieren und sammle neue Backideen.

Backen macht glücklich, warum?

Was gibt es Schöneres als zu backen? Es riecht gut, es schmeckt gut, alle freuen sich, wenn sie probieren dürfen und man kann Feste noch schöner backen. Die Familie und Gäste freuen sich immer über Torte! Obendrein ist es für mich Spaß und Entspannung, Torten zu dekorieren und Kekse zu verzieren.



Und hier endlich das Rezept:

Gewidmet dem Sänger und Tänzer Seth

Für einen kleinen Kuchen (sehr praktisch auch für Kleinfamilien!) braucht man:

Für den Boden:
75 g Butter
100 g Butterkekse

Für die Füllung:
400 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
100 g Crème fraiche
60 g Zucker
1 EL Speisestärke
1 EL Vanillezucker (dazu gibt es auch ein Rezept im Buch)
2 Eier (Kl. M)

Für den Guss:
180 g rote Johannisbeeren
(frische oder TK)
100 Gelierzucker 2:1

Außerdem:
1 Gefrierbeutel
1 Springform (18 cm)
Backpapier



Uns so sieht er bei uns aus...


Und so geht's:

1. Für den Boden die Butter in einem kleinen Topf zerlassen.


2. Butterkekse in einen Gefrierbeutel füllen. Den Beutel fest verschließen und die Kekse mit einer Teigrolle fein zerbröseln. Die Brösel mit der Butter mischen und gut verrühren.

3. In die Springform ein Blatt Backpapier einspannen. Die Keksmasse in die Form geben und mit der Rückseite eine Esslöffels die Brösel 1 bis 2 Zentimeter hoch an den Rand und auf dem Boden festdrücken. Die Form 10 Minuten kühl stellen.

4. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160, Gas Stufe 2-3) vorheizen.

5. Für die Füllung Frischkäse, Créme fraiche, Zucker Speisestärke und Vanillezucker in eine Rührschüssel geben. Alles mit den Rührbesen des Handrührgeräts auf mittlerer Stufe glatt rühren.

6. Eier nach und nach kurz unterrühren. Frischkäsemasse in die Springform füllen und glatt streichen.

7. Den Kuchen auf einem Rost im unteren Drittel des vorgeheizten Ofens bei 180 Grad 30 bis 35 Minuten backen, anschließend auf einem Gitter aukühlen lassen.

8. Für den Guss Johannisbeeren waschen, verlesen und zupfen. Beeren und Gelierzucker in einen Topf geben, zum Kochen bringen und dabei ab und zu umrühren. 1 bis 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Johannisbeeren noch heiß durch ein Sieb streichen. Den aufgefangenen Saft noch warm über den ausgekühlten Cheesecake gießen und den Kuchen dann 3 bis 4 Stunden kühl stellen.

9. Vor dem Servieren den Cheesecake vorsichtig mit einem schmalen, glatten Messe aus der Form schneiden.

Tipp: Der New York Cheesecake schmeckt am besten, wenn er mehrere Stunden durchgezogen hat.

Ist sehr gut gelungen, schmeckt wunderbar... Eine schöne sonnige Woche! Was backt Ihr so?












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