Donnerstag, 6. April 2017

eat in my kitchen: ein neues Kochbuch und Pasta mit Brokkolipesto, getrockneten Tomaten und Chili

Als Kind hatte ich ja in Bezug auf Brokkoli eine Sperre, wahrscheinlich weil meine Mama (verzeih', wenn du das liest!) ihn einfach in Salzwasser weich gekocht hat. Inzwischen habe ich mich mit dem gesunden Gemüse vollkommen ausgesöhnt. Bei uns zu Hause wir er aber entweder im Ofen geröstet oder in der Pfanne gebraten (Ungeduldige kochen etwas vor). Außerdem verwenden wir alles, auch den Stiel, der wird in kleinen dünne Scheibchen geschnitten und ebenfalls geröstet oder gebraten. Neu war mir, dass man auch ein köstliches Pesto aus Brokkoli herstellen kann. 

Das folgende Rezept stammt aus dem sehr schön bebilderten neuen Kochbuch von Meike Peters: "eat in my kitchen" (Prestel). Die gebürtige Westfälin betreibt einen gleichnamigen englischsprachigen Blog, der vielfach ausgezeichnet wurde. Man findet aber bei weitem nicht nur deutsche Gericht und Backwaren, sondern der Einfluss ihre Partners mit maltesischen und amerikanischen Wurzeln ist ebenfalls deutlich spürbar.
Eingeteilt ist das Buch in Kapitel wie "Salate", "Gemüse", "Suppen", "Fisch", "Fleisch", "Sandwiches" und eben "Pasta", woraus das folgende Rezept entnommen ist.




 

Spaghetti mit Brokkolipesto, getrockneten Tomaten und Chili


Und das braucht man für 2 Personen:

  • 200 Spaghetti (ich hab' andere genommen)
  • 250 g Brokkoliröschen (oder auch den Stängel, siehe oben)
  • 2 gehäufte EL gehackte, glatte Petersilienblätter
  • 1 Sardellenfilet, abgespült, abgetrocknet und gehackt
  • 1 große Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1/4 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • feines Meersalz, gemahlener Pfeffer

Für das Topping:

1 getrocknete Tomate (nicht in Öl eingelegt, habe ich auf die Schnelle nicht bekommen, hab' frische verwendet)
1 mittelgroße frische rote Chili, Samen entfernt, fein gewürfelt
schwarze Pfefferkörner, im Mörser grob zerstoßen

Und so geht's:

  • Pasta in einem großen Topf al dente kochen, währenddessen das Topping zubereiten: Tomate (falls getrocknet in heißem Wasser 2 Minuten köcheln lassen erst) hacken, beseite stellen
  • Für das Pesto einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen, Brokkoli etwa 3 Minuten al dente blanchieren, Achtung Kochwasser auffangen! Zur Deko ein paar kleine Röschen aufbewahren.
  • Übrigen Brokkoli mit 6 EL aufgefangenem Kochwasser pürieren. Petersilie, Sardelle, Knoblauch, Ingwer, Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer dazu geben und glatt pürieren, abschmecken. Falls das Pesto zu fest ist, etwas mehr Kochwasser hinzufügen.
  • Fertige Pasta mit einem großen Klecks Pesto und den Röschen anrichten. Mit Chili, Tomate und grobem Pfeffer bestreut servieren.

Bon appétit!

Montag, 3. April 2017

Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten: ein Buchtipp

Hochsensible und Hochbegabte sind anders und wissen oft gar nicht warum oder dass sie es überhaupt sind - darum geht es in diesem Buch der Autorin Corinna Kegel (Gütersloher Verlagshaus). Ihr Ansatz ist dabei weniger wissenschaftlich als unterhaltsam. In Kapiteln wie "Nur Mut, Sie sind keine Ente - Sie sind ein Schwan", "Die Parfümeurin und der Sommerlier - von den feinen Sinnen" oder "Der Denker - vom Entscheiden, Grübeln und Zerdenken" schildert sie ihre Erfahrungen mit einer ganz besonderen Spezies Mensch als langjähriger Coach.

So will sie helfen, dass Hochsensible und Hochbegabte wie Schmetterlinge endlich ihren Kokon verlassen, ihr Flügel entfalten und "ihre Farben im warmen Sonnenlicht strahlen lassen und Wind unter die Flügel bekommen". In ihr Element, die Luft, sollen sich all die oft falsch verstandenen, grüblerischen, empfindlichen besonderen Menschen erheben, die hochbegabt und damit anders sind als "normale" Menschen. Vielleicht kennt man ja im Bekanntenkreis jemand, der schillernd immer wieder andere Talente zum Vorschein bringt? Dann kann das Buch gut und gerne erste Impulse zum Verstehen geben. Wer sich eingehender mit der Materie beschäftigen will, findet am Ende eine Literaturliste. Ob es Betroffenen wirklich helfen kann, sei dahin gestellt. Die Lektüre bereitet aber Spaß.