Dienstag, 10. April 2018

Neue Liebe: Miso - das Kochbuch und ein Rezept für eine Frühlings-Ramen-Bowl

Das Kochbuch von Claudia Zaltenbach, erschienen im Hädecke Verlag, das ich euch heute vorstellen will, habe ich wie schon vieles auf der Seite der Community "Kochbuchsüchtig" gefunden. Hier dreht sich alles um Miso, die fermentierte Gewürzpaste, die jedem Gericht das gewisse "Umami" verleihen kann. Was das genau ist, wird übrigens unter anderem hier auch sehr gut erklärt, denn der Untertitel lautet "Rezepte - Kultur - Menschen".

Reise- und Food-Bloggerin Claudia Zaltenbach (dinnerumacht.de)lebte Mitte der 80er-Jahre in New York und machte auf einer ihrer kulinarischen Entdeckungsreisen dort Bekanntschaft mit Miso, was im Japanischen so etwas wie "Quelle des Geschmacks" heißt. Ein zweites "Erweckungserlebnis" hatte sie 2013 auf der "Biofach" in Nürnberg - mit einer simplen Tomatensuppe - verfeinert eben mit der fermentierten Sojabohnenpaste. Sie begann zu experimentieren, und jetzt hat sie ein wunderschönes Buch zum Thema veröffentlicht.

Unter anderem werden die verschiedensten Arten von Miso und ihre Verwendungsarten anschaulich erklärt, wie kam es nach Japan, wie ist die Entstehungsgeschichte, wie wird sie hergestellt... Die Theorie wird immer wieder mit schön fotografierten Rezepten unterbrochen. Interviews und Gastrezepte unter anderem von den Spitzenköchen Tanja Grandits, Lucki Maurer, Kudo Chiori oder Tohru Nakamura ergänzen das Ganze. Hervorragendes Miso in Bio-Qualität wird übrigens auch im Schwarzwald hergestellt. Claudia Zaltenbach hat Inhaber Peter Koch, der sich Miso Peter nennt ;-). Ich durfte es probieren und finde es ganz hervorragend: erdig, trotzdem frisch. Es ist direkt auf der Seite im Shop erhältlich: klick



Ich habe für euch natürlich auch ein Rezept ausprobiert:

Frühlings-Rahmen-Bowl

Und das braucht man (für 2 Personen):


  • 200 g getrocknete Ramen (habe ich nur über's Internet bekommen)
  • 100 g Knackerbesen oder Zuckerschoten
  • 250 g grüner Spargel
  • 8 frische Shitake-Pilze
  • 1 TL Butter
  • Salz, Shichimi Togarashi (japanische Gewürzmischung)
  • 600 ml gute Gemüsebrühe
  • 3 EL Shinshu Miso oder Shiro Miso
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Ei (Veganer lassen es natürlich weg...), 4 Minuten gekocht
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1/2 Bund frischer Koriander oder Dill
  • 1 Limette in Scheiben geschnitten




Und so geht's:


  • Ramennudeln nach Packungsanweisung kochen, durch ein Sieb abgießen, Sieb mit der Hand mehrmals schütteln, Nudeln auf zwei Schüsseln verteilen.
  • Knackerbsen oder Zuckerschoten an den Enden trimmen, Fäden entfernen, Spargel waschen und im unteren Drittel schälen. Mit einem Sparschäler in Streifen schneiden.
  • Shitake in Scheiben schneiden, in der Butter anbraten, salzen und mit dem Shichimi würzen.
  • Erbsen in kochendem Salzwasser etwa 2 Minuten blanchieren, dann die Spargelstreifen dazu geben und noch 2 Minuten weitergaren, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.
  • Gemüsebrühe erhitzen, das Miso und die Sojasauce einrühren.
  • Die heiße Brühe über die Nudeln gießen, an den Rand abschnittsweise Pilz, Spargel, Schoten geben, das Ei pellen, halbieren und je eine Hälfte in die Mitte der Suppe setzen.
  • Mit den Frühlingszwiebeln und Kräutern garnieren, Limettenscheiben dazu reichen.


Bon appétit!



Claudia Zaltenbach: MISO. Rezepte, Kultur, Menschen, 216 Seiten, 198 Fotos, Hardcover mit Prägung und Lesebändchen, Hädecke Verlag, Weil der Stadt, 29,- €

Ein Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Rezepteliste und weitere Infos hier.

Und das ist Lachs auf Pakchoi mit Miso-Tofucreme... Auch lecker!







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen